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Ich liebe das Schreiben

Aktualisiert: 8. März 2022



Das war keineswegs immer so. Meine Deutschlehrerin im Gymnasium beschäftigt manchmal noch heute in Alpträumen. Sie hat mir das Leben wirklich schwer gemacht. Und es ist keine erfundene Geschichte, sondern wirklich wahr: Zur letzten Schularbeit vor der Matura bekam ich eine Nicht genügend. Das Thema war: Was ist Glück? Echt.


So war in meinem Kopf für lange Zeit eingemeißelt: Ich kann nicht schreiben - Deutsch ist nicht mein Ding.

Bis eines Tages, als ich schon selbständig war eine sehr interessante Anfrage hereintrudelte. Ich solle einen Text über das Glück verfassen, bzw. ein kleines Buch dazu schreiben. Zusammen mit Experten aus ganz anderen Gebieten: Literatur, Wirtschaft, Theater, Kunst, Musik, Religion. Ich sollte den Bereich Psychologie abdecken. Diese Anfrage war derartig aufregend und verlockend, dass ich einfach nicht nein sagen konnte. So hab ich mich denn ans Schreiben gemacht. Und es hat funktioniert! Es wurde sogar ein Erfolg und ich hab solche Lust aufs Schreiben bekommen, dass kurz darauf mein erstes Buch erschien. Das war 2008.


Seither hab ich mich vielfältig mit dem Schreiben befasst. Nicht nur mit dem Sachbuch Schreiben, sondern auch mit Storytelling, biographischem Schreiben, therapeutischem Schreiben, Freewriting, Journaling und wie es alles heißt. Und ich konnte an mir selbst die Erfahrung machen, wie hilfreich das Schreiben sein kann, auf ganz persönlicher Ebene: zur Klärung, zur Selbstreflexion, zur Distanzierung, zum Wünschen, zum Loslassen, zum Glücklichsein.


So ist das Schreiben ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden und ich setze es auch in Kursen ein, um Menschen damit anzustecken, mit der Freude am Schreiben. Es gibt dafür viele kleine Übungen, es ist ein Herantasten ohne Druck, ein spielerisches Eintauchen in die Welt der Worte. Manchmal magisch, manchmal tragisch, mitunter lustig, oft überraschend. Es geht ja auch nicht darum literarisch Wertvolles zu erschaffen, geschweige denn grammatikalisch Korrektes, sondern vielmehr Texte, die mich in irgendeiner Form weiterbringen, die mich zu neuen Erkenntnissen bringen und inspirieren. Von Poesie bis Nonsens.


Dem aber noch nicht genug.

Ich hab mich in meinem Angebot gleich an einen zweiten weit verbreiteten Glaubenssatz herangewagt. Viele Menschen haben in sich drin die Überzeugung: Ich kann nicht schreiben. Und noch viel mehr Menschen haben die Überzeugung: Ich kann nicht zeichnen.

Ja, auch dieser Satz war mal tief drin in mir. Meine Zeichenlehrerin, der wir unsere Werke am Lehrertisch zur Begutachtung zeigen mussten hat mich immer wieder zurückgeschickt auf meinen Platz mit dem Auftrag: Mehr Ornamente! Ich hab´s jetzt noch im Ohr.


Für die Herangehensweise, die ich anbiete muss man gar nicht zeichnen können, nicht malen, es braucht auch keine Ornamente :-) - einfach nur neugierig sein und sich drauf einlassen. Ob schreiben, zeichnen, Collagen machen – es macht Freude, es hilft, zu neuen Erkenntnissen zu kommen und sich weiter zu bewegen. Am Weg. Schritt für Schritt. Wort für Wort.


Wenn es dich neugierig gemacht hat, so kannst du es beim Silvester-Schreib- und Kreativworkshop gleich ausprobieren. Am 31. Dezember werfen wir den Blick zurück ins alte Jahr. Es war nicht alles schlecht in diesem Jahr, es gab auch viel Erfreuliches, Erbauliches, Ermutigendes, Erkenntnisreiches. Diese Schätze wollen wir heben, bevor wir das Jahr verabschieden und in Frieden ziehen lassen.

Am 2. Januar widmen wir uns dem neuen Jahr. Wir wollen es willkommen heißen, wir wollen es einladen, ein gutes Jahr zu werden und stellen Überlegungen an, welche Zutaten es dafür braucht. Damit die Lebensfreude mit einziehen kann. Überraschen uns dabei selbst mit vielfältigen Ausdrucksformen: Worte, Farben und Formen. Fein.



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