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... wie Zauber




Heute möchte ich wieder einmal über die Methode des Focusing schreiben. Ich liebe Focusing und ich bin unendlich dankbar, dass ich Focusing kennen lernen durfte und nun anwenden kann. Sowohl in der Begleitung, als auch als Begleitete.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist Focusing so eine sanfte, hilfreiche und tiefgehende Methode, die Balsam ist und wieder zu einem inneren Frieden verhelfen kann. Ebendas brauchen wir gerade so dringend.


Unsere Gegenwart verlangt uns wirklich viel ab. Wir haben in den letzten zwei Jahren schon viel an Durchhalten bewiesen und als nun Erleichterung in Sicht war kam die nächste große Verunsicherung und Erschütterung daher. Das setzt uns allen zu. Manchen mehr, manchen weniger, manchen bewusst, manchen ganz unbewusst.


Und gerade jetzt brauchen wir Methoden, die unterstützen, die uns stärken. Bei mir ist es auch das Yoga. Da kann ich ganz bei mir sein, bei meinem Atem, bei der achtsamen Ausführung der Asanas. Und es gibt glücklicherweise viele Methoden, die zur inneren Ruhe verhelfen.

Ich möchte dir von einer Focusing Sitzung erzählen und gleich dazu sagen: Jede Sitzung ist anders!


Und es gibt die unterschiedlichsten Wege und Wandlungen, aber hier mal ein Beispiel, damit es ein bisschen vorstellbarer wird:

Erst gestern wieder war ich sehr in einem inneren Aufruhr. Eine undefinierbare innere Unruhe. So ähnlich wie vor einer Prüfung, oder so ein vages Gefühl von „es wird etwas passieren“. Jedenfalls sehr unangenehm und körperlich spürbar – ein Kribbeln, ein Nervössein in der Magengegend.

Bei dieser Empfindung bleibe ich und versuche, sie noch genauer zu beschreiben. Welches Gefühl ist dabei, welche Bilder tauchen dazu auf, hat das eine Farbe? Eine Form? Ich bleibe dabei und möchte es näher kennen lernen. Dem Zeit schenken, verlangsamen. Es fühlt sich dunkel an … wie geschwärzt. Russig. Unangenehm. Es wird stärker, intensiver. Es ist flattrig in mir. Ich bleibe dabei. Ich leiste Gesellschaft und bleibe neugierig. Ich merke, es braucht Zeit und Geduld. Ich bleibe dabei und beobachte. Und da wird es heller. ….wie Zauber. Wieder bleibe ich dabei und werde von meiner Begleiterin gefragt: Was braucht ES? - Es braucht Geduld, es braucht Zeit. Es braucht auch etwas Weiches. Etwas Weiches? Keine Ahnung, was da gemeint ist. Aber ich werte nicht. Ich versuche, nicht zu denken, sondern im Wahrnehmen zu bleiben. Und schon wird es weicher in mir ... wie Zauber. Es wird auch heller. Ganz langsam… ich bleibe dabei und beobachte. Ich schenke Zeit. Ich merke, dass ich ein paar Mal ganz tief einatme und seufze. So, als würde ich etwas loswerden über das Atmen. Und so fühlt es sich auch an ... wie Zauber. – Die Zeit ist um. Das Ganze hat 25 Minuten gedauert – hier steht nur die Zusammenfassung. Sie soll zeigen, wie es sein kann, auch wenn es jedes Mal ganz anders ist ... wie Zauber.

Bist du neugierig geworden? Probier´ es aus …


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