Selbstverständliches

 

Meine Oma hat vor langer Zeit (!) – ich war 14 – zu mir gesagt: „Heidi, genieße jeden Tag, an dem dir nichts weh tut.“ Der Armen hat damals wohl schon recht viel wehgetan. Ich hab´s damals noch nicht so ganz kapiert, oder es mir nicht sonderlich zu Herzen genommen. Aber immerhin: Ich hab es mir gemerkt. Und jetzt fällt mir dieser Satz wieder ein. Wir wissen nämlich sehr oft etwas erst dann richtig zu schätzen, wenn wir es nicht mehr haben. Und jetzt ist uns gerade sehr vieles verwehrt. Das tut uns weh. Unsere Freiheit ist beschnitten - das macht manche traurig, manche ängstlich, manche wütend. Wir wissen die Freiheit erst richtig zu schätzen, weil wir sie aktuell nicht in gewohntem Umfang haben.  Und wir sehen uns immens danach. Sie war eine Selbstverständlichkeit für uns.

Doch jetzt überlege mal: Wir haben trotzdem noch vieles, was wir sehr wohl schätzen können. Viele Selbstverständlichkeiten, die nicht genug Wertschätzung bekommen, weil sie eben selbstverständlich sind. Auf unterschiedlichsten Ebenen sind wir immer noch in der Fülle: Gespräche, Wasser, Sonne, Tanzen, Vertrauen, Luft, Gefühle, Freunde, Musik, Demokratie, soziales Netz, Frühling, Bewegung, Wandel, Besinnung, Natur, Yoga, Ideen, Kreativität, …

Vielleicht darf sogar die innere Freiheit gerade wachsen, weil sie im Außen beschränkt wird.

Schreib-Impuls

Heute möchte ich euch das Elfchen vorstellen. (Ich finde ja schon allein den Namen so entzückend.) Das ist eine sehr nette Gedichtform, wo man bestimmten Vorgaben folgt.

Vielleicht magst du ja eines ausprobieren.

Hier ein Elfchen zum Frühling:

grün

erwachen, sprießen

Wald und Wiesen

der Boden wird warm

Frühling

Friends & Co

Falls du Lust hast auf bunte Kleidung: Lila ist ein pfiffiges Modegeschäft von Lisi Lang. Für ihre Kollektion verwendet sie Stoffe, die in  Österreich und Deutschland hergestellt werden und in der Slowakei und in Wien verarbeitet. Juhu, jetzt gibt’s einen onlineshop! Schon das Stöbern macht gute Laune.

 

Und zum Abschluss noch ein schöner Blick auf die derzeitige Situation.