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Zum Glück mit Hirn




20    Jahre 20 Geschichten

15. Geschichte


Immer schon haben mich Erkenntnisse aus der Gehirnforschung fasziniert. Umso erfreuter war ich, Katharina Turecek – Kognitionswissenschafterin und Medizinerin kennen zu lernen und mit ihr gemeinsam ein neues Modell zu entwickeln und auch ein Buch zu schreiben.

Das Thema Glück wird ja manchmal etwas belächelt, in der Esoterikzone verortet und nicht immer sehr ernst genommen. Umso wichtiger erschien es mir die Effekte des Glückstrainings auch mit den Erkenntnissen der Gehirnforschung zu untermauern und zu zeigen, dass sich tatsächlich im Gehirn etwas verändern kann.

Gemeinsam haben wir das Modell des Stimmungsraums entwickelt. Dieses Modell berücksichtigt nicht nur die Unterscheidung von angenehmen und unangenehmen Emotionen, sondern es wird auch der Aktivierungslevel berücksichtigt.


Mit diesem Modell wollen wir vor allem Menschen erreichen, die auf Grund eines zu hohen Arbeitspensums und eines zu vollen Tages in die Überforderung schlittern und Burnout-gefährdet sind. Das Problem der Workaholics – also der Menschen die süchtig sind nach Arbeit liegt darin, dass sie keinerlei Leidensdruck verspüren – ganz im Gegenteil – sie sind süchtig nach Arbeit. Sie leisten viel, sie schaffen viel, ihr Selbstwert wird dadurch genährt und sie fühlen sich wohl. Das ist die Falle. Auf Dauer wird es dem Gesamtsystem zu viel. Genau da kommt die Gehirnforschung ins Spiel: Bei arbeitssüchtigen Menschen und bei Menschen, die permanent in einer sehr hohen Aktivierung sind ist tatsächlich das Suchtzentrum involviert und sie zeigen ähnliche Symptome wie Junkies: Sie können nicht anders, sie brauchen immer mehr und sie kommen nicht runter…


Genau da setzt das Modell des Stimmungsraums an: Durch einen Selbsttest zu erkennen, wie ausgeprägt der zu hohe Energieverbrauch ist und dann Gegenstrategien einzusetzen, damit nicht erst der Körper durch heftige Symptome zur Muße zwingt.


So schaut´s aus.


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