Positiv Denken macht krank

Ich bin zwar ein sehr lösungsorientierter Mensch und sehe sehr oft das Gute in einer Situation, aber ich bin kein Freund bzw. keine Freundin des krampfhaft positiven Denkens, wo immer alles schön geredet wird, wunderbar ist. Du kennst sicher so einen Menschen, der immer nur schwärmt, begeistert ist und alles so wunderschön findet und immer nur beschönigt. Anstrengend!

Günther Scheich ist Psychotherapeut und hat in seinem Buch Positives Denken macht krank eindrücklich beschrieben, dass er immer wieder Patienten hat, die über lange Zeit alles schöngeredet haben, jedes Problem unter den Teppich gekehrt haben oder im Keller verstaut. Harmoniesüchtig, mit der rosaroten Brille unterwegs waren, bis sich dann irgendwann der Körper gemeldet hat. Mit diversen psychosomatischen Beschwerden. Irgendwann rebelliert dann eben der Körper, wenn ein Ärger nie raus darf, wenn eine Trauer nie zugelassen wird, wenn ein Konflikt nie ausgetragen wird.

In diesem Sinne: auch unangenehme Gefühle sind wichtig und sollen stattfinden dürfen -  es kommt dabei auf die Häufigkeit, auf die Dauer und auf die Intensität an. Das gilt es im Auge zu behalten und im Bedarfsfall steuernd einzugreifen.

Beim Hinschauen auf diese schwierigen Emotionen stehe ich auch gerne zur Seite. Focusing ist da eine sehr feine Methode, die dem, was da ist Raum gibt und somit kann es sich wandeln… 

 

Friends & Co

Natürlich hat positives Denken auch seine Berechtigung, keine Frage! In diesem Podcast mehr dazu von Michael Schottenberg.

 

In den letzten Wochen sind ja einige  Chöre sehr kreativ geworden und haben tolle Home-Videos erstellt. Mein lieber Kollege Bernd Kronowetter bietet das nun auch an: virtual Teamsong. Eignet sich übrigens auch hervorragend als Geburtstagsgeschenk oder für ein Jubiläum.

 

Es war mir eine Ehre vom Zukunftsforscher, Herrn Horx interviewt worden zu sein. Ist zwar schon ein paar Tage her, aber gilt immer noch.